Archäologisch belegt sind erste Siedlungsaktivitäten im Bereich der Lüssower Senke seit dem 13. Jahrhundert. Es ist davon auszugehen, dass aus dieser Zeit bis in das vergangene Jahrhundert hinein eine kontinuierliche, landwirtschaftliche Nutzung der Talsenke als klassischer Grünlandstandort erfolgte.
Durch umfangreiche Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen im Stralsunder Stadtgebiet wurden Landschaftsräume, wie eben auch der der Lüssower Senke, tiefgreifend verändert. Die Auswirkungen solcher Maßnahmen tragen vielschichtig bis in die heutige Zeit und prägen das Leben der Menschen nachhaltig. Im Wandel von historischer Landnutzung hin zu heutiger Naturschutzidee und Landschaftspflege stellen sich immer wieder Fragen von ökonomischer bis hin zu sozialer Relevanz. Einblicke in die Veränderungen der letzten Jahrzehnte, daraus erwachsende Probleme sowie mögliche Lösungsansätze sollen vorgestellt und reflektiert werden.
Sebastian Hahn